Sozialdemokraten der VG Bad Marienberg rufen zur Teilnahme an der Demo gegen Rechts auf

Veröffentlicht am 16.04.2008 in Pressemitteilung

Unter diesem Motto findet am 20. April 2008 eine Demo mit anschließender Kundgebung in der Ortsgemeinde Unnau statt. Anlass ist, dass die NPD sich gerichtlich die Nutzung der Concordiahalle erstritten hat und dort eine Veranstaltung plant. Dier SPD Ortsvereine Unnau, Mörlen und Bad Marienberg, sowie der Gemeindeverband Bad Marienberg rufen alle aufrechten Demokraten auf, an dieser Demo teilzunehmen und somit zum Ausdruck zu bringen, dass diese Truppe im Westerwald nicht erwünscht ist. Los geht es um 15:30 Uhr vor der Unnauer Kirche und die Kundgebung ist am kommunalen Kindergarten in unmittelbarer Nähe der Halle.

In der vergangenen Woche jährte sich die Verabschiedung der Ermächtigungsgesetze zum 75. Mal. Der Deutsche Bundestag hat die großartige und aufrechte Haltung der SPD in einer Gedenkstunde gewürdigt. Der ehemalige SPD Vorsitzende Hans-Jochen Vogel sagte aus diesem Anlass:

Hans-Jochen Vogel (SPD)"Die Erinnerung soll Nachgeborenen vor Augen führen, wo es endet, wenn die Menschenwürde mit Füßen getreten, Grundprinzipien mitmenschlichen Zusammenlebens missachtet und einem sogenannten Führer in gotteslästerlicher Weise Allwissenheit und Allmacht zugebilligt werden. Eine weitere Mahnung aus jener Zeit vor 75 Jahren lautet: "Wehret den Anfängen!" Und dieses Gebot ist durchaus aktuell. Eine Wiederbelebung nationalsozialistischer Anschauungen und Parolen gibt es durchaus. Und auf dieser Grundlage antisemitische und ausländerfeindliche Kundgebungen und Gewalttaten. Es gibt sogar Parteien, die in einzelnen Landesparlamenten in schwer erträglicher Weise auftreten und an die Frühzeit der NSDAP erinnern. Ihnen gilt es zu begegnen. Nicht nur der Staat, sondern wiederum jeder einzelne ist hier in der Pflicht. Wer wegsieht oder nur die Achseln zuckt, schwächt die Demokratie. Wer widerspricht und sich einbringt, stärkt sie.“

Was vor 75 Jahren versäumt wurde, darf sich nicht wiederholen. "Nie wieder! Nicht noch einmal!" Das sollte die entscheidende Losung am 20. April 2008 in Unnau und in Zukunft in unserer Heimat sein. Das sind wir auch denen schuldig, die damals im Widerstand ihr Leben einsetzten und den Millionen, die hingemordet wurden. Und das nicht nur bei festlichen Gelegenheiten, sondern bis in unsere tägliche Arbeit hinein!

 

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