In der Kreistagssitzung stellte Patrik Heene (SPD) die Position der SPD-Fraktion zum Jahresabschluss 2024 des Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetriebs (WAB) sowie zur Gebührenkalkulation für das Jahr 2026 vor.
Der Jahresabschluss 2024 weist bei einer Bilanzsumme von 51,5 Mio. € einen Verlust von 3,33 Mio. € aus. Die SPD-Fraktion stimmt dem Vorschlag zu, diesen Verlust aus der allgemeinen Rücklage zu decken. Trotz der Entnahme verbleiben dort 18,6 Mio. €, sodass die Eigenkapitalquote mit 36,2 % weiterhin solide ist.
Heene betonte, dass die gestiegenen Gebühren notwendig seien, um die erheblich gestiegenen Entsorgungs-, Energie- und Personalkosten auszugleichen. „Im Schnitt erhöhen sich die Abfallgebühren um 5,75 Prozent – je nach Haushaltsgröße zwischen 9,10 und 12,30 Euro pro Jahr“, so Heene.
Gründe dafür sind insbesondere höhere Kosten bei der Sperrmüllentsorgung, der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst sowie steigende CO₂-Kosten beim Restabfall. Durch eine hohe Auslastung der MBS-Anlage in Rennerod und effiziente technische Verbesserungen konnten jedoch erhebliche Einsparungen erzielt werden – unter anderem bei der Gasmenge sowie durch den Verkauf recycelter Metalle.
Besonders hervor hob Heene die Notwendigkeit, künftig mehr eigene Energie zu erzeugen. Die SPD blickt mit großem Interesse auf das Gutachten zur Errichtung einer Photovoltaikanlage auf einem kreiseigenen Grundstück in Rennerod. „Die Stromkosten sind einer der größten Kostentreiber. Eine eigene PV-Anlage könnte uns unabhängiger machen und langfristig die Gebühren stabilisieren“, so Heene.
Die SPD-Fraktion stimmt der Gebührenkalkulation und der Änderung der Abfallgebührensatzung für 2026 zu und dankt den Verantwortlichen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des WAB und der MBS-Anlage für ihre engagierte Arbeit.
Zum Abschluss wünschte Patrik Heene im Namen der SPD-Fraktion allen Beschäftigten, Gremienmitgliedern und Bürgerinnen und Bürgern eine friedliche Weihnachtszeit und vor allem Gesundheit.