Aus der "Westerwälder Zeitung":
Baumaßnahme Neue Trasse für die Kreisstraße 52 in Stahlhofen am Wiesensee geplant
Einen Gefahrenpunkt inmitten von Stahlhofen am Wiesensee will die Ortsgemeinde jetzt entschärfen: Für die Kreisstraße 52 im Bereich der Ortsdurchfahrt soll es bald eine neue Trasse geben. Bislang stößt diese Straße mitten in der Ortslage Stahlhofen a. W. in einem Steilstück auf die vorfahrtsberechtigte Kreisstraße 54. Wer von Winnen kommend auf die K 54 einbiegen will, hat dadurch „teilweise heikle, um nicht zu sagen äußerst gefährliche Situationen zu überstehen“, erläutert Ortsbürgermeister Günther Raspel. Mehrmals am Tag komme es in dem sehr engen Einmündungsbereich zu kritischen Situationen.
Das „Nadelöhr“ an der Kreuzung haben nicht nur Einwohner, sondern bislang auch viele Gäste zu meistern, die zum Wiesensee fahren möchten. Der Bereich dieses Freizeitgebietes hat nicht zuletzt durch das Hotel Lindner mit seiner 18-Loch-Golfplatzanlage eine starke Aufwertung erfahren. Die Besucher des Hotels, die Golfspieler und die Tagesgäste des Wiesensees (Café Seewies, Campingplatz Wiesensee, Tourist-Information Wiesensee) benutzen größtenteils die Zuwegung über die K 54/K 52. Auch der Busverkehr (Schul- und Linienbusse, Regio-Linie) und der Schwerlastverkehr sind betroffen.
„Die Idee, die Trasse für die K 52 neu zu verlegen, geistert schon länger in unseren Köpfen“, berichtet Raspel. 2009 wurde die Kreisverwaltung in dieser Sache angeschrieben. 2010 folgte ein Ortstermin mit dem Landesbetrieb Mobilität. „Wir sind mit unserem Vorschlag offene Türen eingelaufen“, so Raspel. Alle seien sich einig, dass gehandelt werden müsse.
Jetzt liegt der Ortsgemeinde ein gültiger Bebauungsplan vor. Bei einem Treffen mit den betroffenen Grundstückseigentümern soll der nötige Grunderwerb geklärt werden. Wenn die Kreisverwaltung die Finanzmittel für den Trassenbau in den Haushalt einstellt, könnte es losgehen.
Wie Minister Hendrik Hering die Ortsgemeinde informierte, könne der Kreis auf die kalkulierten Kosten von 235 000 Euro Landeszuschüsse von 65 Prozent bekommen. Grunderwerbs- und Planungskosten übernimmt die Ortsgemeinde als Anteil an der Gesamtfinanzierung dieser Maßnahme. „Ich hoffe, dass die Trasse im kommenden Jahr gebaut werden kann“, sagt Raspel.
Fußnote: Text Angela Baumeier